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Aktuelles - Geschichtswissenschaft

Neuerscheinungen im Fachbereich

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Zentren und Peripherien in der Geschichte des Rechts 10.08.2018
Der 42. Deutsche Rechtshistorikertag findet vom Sonntag, 16. September 2018 bis Donnerstag, 20. September 2018 (Exkursionstag) in Trier statt. Er steht unter dem Generalthema „Zentren und Peripherien in der Geschichte des Rechts“.

Die Wahl des Themas ist zum einen durch aktuelle Konfliktlagen und zum anderen durch den Tagungsort Trier angeregt. Die Stadt Trier war nämlich in ihrer Geschichte schon Zentrum und Peripherie“  – und zuweilen, je nach Blickwinkel, beides zugleich: in der Spätantike war Trier eines der Zentren des römischen Reiches, später bedeutender Bischofssitz und Zentrum des Kurstaates, aber auch Hauptort eines Departements an der Peripherie des napoleonischen Kaiserreichs und des preußischen Staats. Heute liegt die Stadt im äußersten Westen Deutschlands, zugleich aber in unmittelbarer Nachbarschaft der Machtzentren der Europäischen Union.

Die Spannung zwischen Zentrum und Peripherie ist nicht nur eine Konstante der Trierischen Stadtgeschichte, sondern auch ein Leitmotiv der Rechtsgeschichte aller Epochen und macht sich nicht zuletzt auch in einer Reihe von politischen Konflikten und Problemlagen der Gegenwart geltend. Man denke nur auf die Verselbständigungs- und Autonomiebestrebungen in einzelnen Regionen Europas , denen das Gefühl zugrunde liegt, von einer Zentrale („Madrid“, „London“) mit den eigenen Interessen nicht hinreichend berücksichtigt und „an den Rand gedrängt“ zu werden. In dieselbe Richtung zielt des Weiteren der Vorwurf der Gängelung und Bevormundung durch „Brüssel“, wie er von Kritikern des Europäischen Einigungsprozesses immer wieder erhoben wird. Stets geht es in diesen Konflikten und Auseinandersetzungen auch um die Frage, inwieweit das Recht der Zentrale übernommen und akzeptiert wird oder sich das „eigene“ Recht behaupten soll.

Der LIT Verlag präsentiert seinen druckfrischen Katalog Rechtswissenschaft und wünscht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine ertragreiche Zeit!
3-643-14106-4
Festschrift Prof. J.B. Metz zum 90. Geburtstag 03.08.2018
Der LIT Verlag gratuliert seinem langjährigen Autor Prof. Dr.Dr. Johann Baptist Metz zum 90. Geburtstag am 5.8.2018. Metz, 1964 bis 1994 Prof. für Fundamentaltheologie an der Universität Münster, bis 1999 Prof. für Zeitdiagnostik in Wien, gibt die LIT Serie Religion - Geschichte - Gesellschaft heraus und ist Gründungsinitiator des Jahrbuch Politische Theologie.

Rund 150 Weggefährten zwischen 28 und 92 Jahren, unter ihnen die Philosophen J. Habermas, H. Lübbe, H. Maier, H.R. Schlette und C. Türcke, die Judaisten Edna Brock und W. Homolka, die Theologen Elisabeth Schüßler Fiorenza, Maureen Junker-Kenny, J. Moltmann und F Steffensky , die Bischöfe H. Bedford Strohm, F. Genn, L. Schick und F. Ostermann, die Sozialwissenschaftler M. Brumlik und C. Leggewie, die Politiker E. Busek, R. Polenz und H.J. Vogel bringen J.B. Metz zu Ehren kompakte Beiträge ein zu einem außergewöhnlichen Gemeinschaftswerk:

Theologie in gefährdeter Zeit

Der Band (lieferbar Ende August )wird präsentiert beim Fachsymposium GOTT IN ZEIT (Impulsvorträge von Kuno Füssel, Manuel Hurtado , Saskia Wendel und J.A. Zamora; musikal. Rahmen: Claudius Tanski): SA 15.9.2018, 16-19h, Akademie Franz Hitze Haus, Kard.-Galen Ring 50, 14151 Münster (Anmeldung erforderlich unter info@franz-hitze-haus.de)
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SÄK 2018 mit LIT-Präsenz 12.07.2018
der LIT Verlag wird auf der Ständigen Ägyptologenkonferenz (SÄK), die in diesem Jahr in Münster stattfindet, erneut eine Verlagspräsenz abhalten. Wir laden Sie ein, am kommenden Samstag, 14. Juli, unser Fachprogramm näher kennenzulernen und sich über unsere Verlagsarbeit zu informieren. Die Verlagsausstellung findet im Schloss der Universität Münster statt. Einen Überblick über unsere aktuellen Titel können Sie sich unter dem Link http://www.lit-verlag.de/litaktuell/ verschaffen. Wir wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie dem gesamten Organisationsteam eine ergebnisreiche Veranstaltung.

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Tagung "Die Stadt und die Anderen. Wahrnehmung und Erfahrung von Fremdheit in Selbstzeugnissen und Chroniken des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit - Hermann Weinsberg zum 500. Geburtstag" 11.07.2018
Ort Bonn
Datum 24.09.2018 – 25.09.2018
Veranstaltungsort Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Universitätsforum, Heuss-Allee 18–24, 53113 Bonn
Veranstalter Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte des Instituts für Geschichtswissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn in Verbindung mit dem Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande

Städte waren und sind Orte der Begegnung mit Fremden, ob sie nun aus Nachbarregionen oder einem anderen Kulturkreis stammen, einer anderen Religion oder Konfession angehören, den eigenen Wohnort teilen, aber sozial und habituell in einer ‚anderen Welt‘ leben, oder einfach nur ein anderes Geschlecht oder eine andere sexuelle Orientierung haben. Wer oder was als ‚fremd‘ angesehen wird, ist immer abhängig von der Definition des Eigenen. Die Konstruktion von Fremdheit und die Herstellung von Alterität, das sogenannte Othering, sind daher zugleich Teil eines Sinnstiftungsprozesses mit Blick auf die eigene Identität. Städtische Selbstzeugnisse und Chroniken des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit reflektieren diese Zusammenhänge in unterschiedlicher Weise. Gelegentlich erscheinen die Autoren als neugierig und offen, um sich das Fremde anzueignen und es gegebenenfalls in das Eigene zu inkorporieren, vielfach zeigen sie sich aber auch vorurteilsbehaftet und ablehnend, um die Abgrenzung zur Bildung und Schärfung der eigenen, der familiären oder einer gemeindlich-kollektiven Identität zu nutzen.

Die Tagung will die Wahrnehmungen und Erfahrungen von Fremdheit und deren Verarbeitung in städtischen Selbstzeugnissen und Chroniken der Vormoderne in zwei miteinander verflochtenen Perspektiven diskutieren: Zum einen soll es um die konkreten, in den Texten artikulierten Fremdheitserfahrungen gehen. Zu diskutieren wäre etwa, wer oder was als fremd bzw. anders wahrgenommen wird, wie Begegnungen mit dem Fremden stattfinden, welche Konflikte daraus resultieren, wie sie gelöst werden oder warum sie unlösbar bleiben. Neben dem unmittelbaren Kontakt mit fremden Menschen oder fremden Dingen geht es dabei auch um die Wahrnehmung des Fremden aus der Ferne, insbesondere die Auseinandersetzung mit anderen Regionen, Ländern und Kulturen in und außerhalb Europas. Zum anderen wird das Augenmerk auf den Texten selbst und der Figur des Fremden im medialen Kontext liegen. Dabei soll gefragt werden, wie Fremdheit in den jeweiligen Texten konstruiert wird, welche narrativen Strategien bei der Darstellung des Fremden und der Konstruktion des Anderen eingesetzt werden und schließlich welche Bedeutung die Herstellung von Differenz für die Identität des Verfassers und seiner Stadtgemeinde hat.

Der LIT Verlag ist ebenfalls vor Ort, präsentiert sein Fachprogramm – und wünscht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine schöne und ertragreiche Zeit.
3-643-99787-6
Tagung: Handel, Recht und Gericht in Mittelalter und Neuzeit. Die Reichsstadt Nürnberg im regionalen und europäischen Kontext 27.06.2018
Ort: Nürnberg
Datum: 06.07.2018 – 07.07.2018
Veranstalter: 14. Jahrestagung der Gesellschaft für Bayerische Rechtsgeschichte zusammen mit dem Arbeitskreis Handelsrechtsgeschichte, dem Stadtarchiv Nürnberg und dem Bildungszentrum Nürnberg
Veranstaltungsort: Rathaus, Wolff'scher Bau, Schöner Saal, Rathausplatz 2, 90403 Nürnberg / Abendvortrag: Nürnberger Akademie, Fabersaal, Gewerbemuseumsplatz 2, 90403 Nürnberg
Bewerbungsschluss: 29.06.2018

Auf ihrer diesjährigen Tagung behandelt die Gesellschaft für Bayerische Rechtsgeschichte zusammen mit dem Arbeitskreis Handelsrechtsgeschichte, dem Stadtarchiv Nürnberg und dem Bildungszentrum Nürnberg Fragen der städtischen Handelsgerichtsbarkeit in Mittelalter und Früher Neuzeit. Der Nürnberger Handelsgerichtsbarkeit kommt dabei wegen der überregionalen Bedeutung der Reichsstadt und der umfangreichen Überlieferung zum Handelsrecht eine besondere Rolle zu. Insbesondere die erhaltenen kaufmännischen Gutachten, die sogenannten Parere, bieten Material zu den rechtlichen Rahmenbedingungen von Märkten und auch zur Herausbildung einer lex mercatoria. Mit einem interdisziplinären und überregionalen Ansatz kommen Fragen der städtischen Handelsgerichtsbarkeit und des Handelsrechts mit ihren Auswirkungen auf Stadt- und Wirtschaftsgeschichte zur Sprache.

Die Teilnahme an der Tagung steht allen Interessierten offen.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 29. Juni 2018 beim Stadtarchiv Nürnberg, siehe Kontakt.

Programm

Freitag, 6. Juli 2018

13.30 – 14.00 Uhr
Begrüßung
Dr. Michael Diefenbacher, Stadtarchiv Nürnberg
Prof. Dr. Anja Amend-Traut, Arbeitskreis Handelsrechtsgeschichte
Prof. Dr. Hans-Georg Hermann, Gesellschaft für Bayerische Rechtsgeschichte

14.00 – 15.30 Uhr
Leitung: Hans-Joachim Hecker, Archivdirektor a.D., München

Dr. Walter Bauernfeind, Stadtarchiv Nürnberg Handelsrecht und Gerichtswesen der Reichsstadt Nürnberg im 15. und 16. Jahrhundert Prof. Dr. Anja Amend-Traut, Universität Würzburg
Kaufmännische Gutachten Nürnberger Provenienz. Wege zur Normativität

Kaffeepause

16.00 – 17.30 Uhr
Leitung: Prof. Dr. Hans-Georg Hermann, Universität München

Prof. Dr. Andrea Bonoldi, Universität Trient
"La dignità della giudicatura ... conferita a mercanti". Recht und Handel zwischen Italien und Deutschland am Beispiel des Bozner Merkantilmagistrats (1635–1851)

Prof. Dr. Hans-Jürgen Becker, Universität Regensburg
Zur Geschichte der Regensburger Handelsgerichtsbarkeit

18.30 – 19.30 Uhr
Empfang der Stadt Nürnberg für die Tagungsteilnehmer im Rathaus

20.00 Uhr Öffentlicher Vortrag
Prof. Dr. Georg Seiderer, Universität Erlangen-Nürnberg Vom Handelsvorstand zum Handelsappellationsgericht. Nürnberger Handel und Handelsgerichtsbarkeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert (Ort: Fabersaal der Nürnberger Akademie, Gewerbemuseumsplatz 2, 90403 Nürnberg)

Samstag, 7. Juli 2018

9.00 – 10.30 Uhr Leitung
Prof. Dr. Albrecht Cordes, Universität Frankfurt am Main

Prof. Dr. Mathias Schmoeckel, Universität Bonn
Wirtschaftsrecht und Kanonistik im 16. Jahrhundert

Stefanie Leberle, Stuttgart
Gesetzgebung und Rechtsprechung zur Wirtschaftskriminalität in den frühneuzeitlichen Reichsstädten Augsburg, Nördlingen und Memmingen

Kaffeepause

11.00 – 12.30 Uhr
Leitung: Prof. Dr. Anja Amend-Traut, Universität Würzburg

Dr. Christof Jeggle, Universität Würzburg
"Wieder kauffmanns brauch und wechselrecht gehandelt"? Die Regulierung von Konflikten unter Kaufleuten im 17. und 18. Jahrhundert mittels Nürnberger Parere

Philipp Höhn, Universität Frankfurt am Main
Kaufmännische Expertise? Juristische Spezialisierung? Vergleichende Überlegungen zu Praktiken der Konfliktregulierung von Handelsstreitigkeiten in Hansestädten (1350–1550)

12.30 – 13.00 Uhr
Schlussdiskussion
Prof. Dr. Hans-Georg Hermann, Universität München


Der LIT Verlag präsentiert sein geschichtswissenschaftliches Fachprogramm und wünscht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine spannende und ertragreiche Zeit!

3-643-13666-4
Tagung: Die Novemberrevolution im deutsch-russischen Kontext 21.06.2018
Ort: München
Veranstalter: Gemeinsame Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen
Datum: 05.07.2018 – 06.07.2018
Bewerbungsschluss: 15.01.2018

Die deutsche Revolution von 1918/19 war Teil einer Reihe revolutionärer Umstürze in Ost- und Mitteleuropa, die mit der russischen Revolution von 1917 begann. Die Novemberrevolution und ihre Folgen werden im Zentrum des Jahreskolloquiums 2018 der Gemeinsamen Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen stehen, wobei insbesondere die Beziehungs- und Verflechtungsgeschichte zwi-schen Deutschland und Russland beleuchtet wird. Dabei soll es um ein breites Themenspektrum gehen. Denkbare Aspekte sind unter anderem: Wechselwirkungen und gegenseitige Bezüge der Außen- oder Parteipolitik, der ideologischen Perzeptionen, kultureller Austauschprozesse, ökonomischer Entwicklungen, der Kriegsfolgenbewältigung, individueller Erfahrungen, der Erinnerungsgeschichte etc., fokussiert auf den Zeitraum zwischen 1917 und 1921.
Die Kommission lädt interessierte Historikerinnen und Historiker ein, Vortragsvorschläge für das am 5./6. Juli 2018 in München stattfindende deutsch-russische Kolloquium einzureichen. Die Beiträge der Tagung werden in den „Mitteilungen“ der Gemeinsamen Kommission auf Deutsch und Russisch publiziert. Interessierte werden gebeten, ein Exposé (zirka 3.500 Zeichen) zusammen mit einem Lebenslauf (als PDF-Datei) bis zum 15. Januar 2018 an die wissenschaftliche Koordinatorin der Kommission, Dr. Yuliya von Saal, zu senden: saal@ifz-muenchen.de. Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten werden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, die die Kommissionsarbeit fördert, übernommen.

Die Kommission besteht aus je neun deutschen und russischen Wissenschaftlern sowie je drei leitenden Vertretern der beiderseitigen Archivverwaltungen. Sie arbeitet unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin und des russischen Präsidenten und setzt sich für eine umfassende wissenschaftliche Erforschung der deutsch-russischen bzw. deutsch-sowjetischen Beziehungen im 20. Jahrhundert im Geiste der Offenheit und Objektivität ein. In Erfüllung dieses Auftrags initiiert und fördert sie Forschungs- und Editionsprojekte, organisiert jährlich internationale Expertengespräche und veröffentlicht Ergebnisse eigener Aktivitäten in deutscher und russischer Sprache (mehr Informationen zu Tätigkeit und Ergebnissen der Arbeit auf der Homepage der Kommission: www.deutsch-russische-geschichtskommission.de).

Der LIT Verlag präsentiert sein wirtschaftswissenschaftliches Fachprogramm und wünscht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine spannende und ertragreiche Zeit!
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Europ. Theologie-Kongressband an Papst Franziskus 05.06.2018
Prof. Marie-Jo THIEL, Univ. Straßburg, Präsidentin der Europ. Gesellschaft für (kath.) Theologie übergab dem Heiligen Vater bei einer Konferenz in Rom (29. Mai) „Centesimus Annus“ den im LIT Verlag Berlin / Zürich / Münster erschienenen Erträgeband der Straßburger Europa-Konferenz 2017:

Le défi de la fraternité

Die über 50 Beiträger_innen stellen sich den immensen ethischen Herauforderungen wie Migration, Terrorismus, Witschaftsliberalismus, Umweltbedrohung, Biomedizin: Papst Franziskus freute sich über diese Gabe und wird demnächst genauer auf die Impulse aus dem dreisprachigen (deutsch, französisch und englisch) und vieldimensionalen Band eingehen.

Thiel Buchübergabe an Papst Franziskus Rom 29 Mai 2018
3-643-13987-0
Buchpräsentation bei den Detmolder Europa-Tagen 2018 09.05.2018
Unter Beteiligung von Repräsentanten der EU, des Landes NRW, der Litauischen Akademie der Wissenschaften präsentieren die Herausgeber den Band

Vydunas und Deutsche Kultur

4.-6. Mai 2018: Vydunas-Bilder-Ausstellung & Buchvorstellung EUROPA-TAGE 2018 in Detmold
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Tagung: Zwischen Verfolgung und ‘Volksgemeinschaft’: Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus 09.05.2018
Seit dem 15. April 2018 wird in der Gedenkstätte Bergen-Belsen die Ausstellung „Kinder im KZ Bergen-Belsen“ präsentiert - Anlass, über die engere Fragestellung hinaus sich im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung übergreifend mit dem Thema Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus zu beschäftigen. Ziele der Tagung ist es, das Ausstellungsthema in die Gesellschaftsgeschichte von Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus einzubetten. Dabei soll es explizit nicht nur um Aspekte der Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung von Kindern und Jugendlichen gehen, sondern auch um Integrationsangebote, die dem Nachwuchs der propagierten "Volksgemeinschaft" gemacht wurden.

Gerade das Wechselverhältnis zwischen Inklusion und Exklusion ist in Bezug auf Kinder und Jugendliche von der Forschung bislang kaum beleuchtet worden. Zwar gibt es einige Arbeiten zur Verfolgung spezifischer Gruppen von Minderjährigen und zu einzelnen Verfolgungsorten, etwa zu den sog. Jugendschutzlagern, und auch zur Jugendkultur, zum Jugend-Widerstand und zur Hitlerjugend liegen Forschungsarbeiten vor.

Dennoch ist das Thema „Kindheit und Jugend im NS“ in der Forschung überraschend unterrepräsentiert: Bislang gibt es dazu keine Gesamtdarstellung, und auch einige Teilthemen, zum Beispiel die Geschichte der Kinder in den Konzentrationslagern, wurden bisher nicht übergreifend bearbeitet.

DATUM
1.-2. Juni 2018

ORT
Gedenkstätte Bergen-Belsen
Anne-Frank-Platz
29303 Lohheide

VERANSTALTERIN
Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Der LIT Verlag präsentiert sein geschichtswissenschaftliches Programm und wünscht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine ertragreiche Zeit!
Katalog
71. Baltisches Historikertreffen 09.05.2018
Die diesjährige Tagung der BHK wird sich mit dem literarischen Wandel in der Geschichte der baltischen Literaturen im 18. und 19. Jahrhundert beschäftigen, aber auch einen Schwerpunkt in aktuellen mediävistischen Forschungen zur Geschichte des Baltikums setzen.

Programm
Samstag, 26. Mai 2018, 9.30 – 13 Uhr

Matthias Thumser (Berlin)
Eröffnung

Aktuelle Projekte zur Geschichte des Baltikums: Mittelalter

Kerstin Hundahl (Lund)
To Have Conquered and Lost – The Danish Conquest of Estonia in 1219 and 1238 and the Subsequent Historiographical Representation

Gregory Leighton (Cardiff)
wy uns dy lant zcu Leifflandt seint ankomen: The Function of landscape in the Ideology of the Military Orders in Livonia in the 13th Century

Ruta Brusbārde (Kiel)
Stadt zweier Herren – die Ratsherren der Stadt Riga im Spannungsfeld zwischen dem Erzbischof und dem Meister des livländischen Ordenszweiges (1415–1470)

Alexander Baranov (Berlin)
Zwischen Rom, Riga und Moskau: zur Person und Tätigkeit des livländischen Ordensmeisters Bernd von der Borch (1471–1483)

Samstag, 26. Mai 2018, 15.30 – 19 Uhr

Literarischer Wandel in der Geschichte der baltischen Literaturen

Martin Klöker (Tallinn)
Einführung

Cornelius Hasselblatt (Zuidhorn)
Rettung durch Rezeption. Zur Genese der estnischen Literatur im 19. Jahrhundert

Jaan Undusk (Tallinn)
Historiographische Einflüsse auf den literarischen Wandel. Die baltischen Chroniken als Literatur

Kristi Viiding (Tallinn)
Wandel durch Verflechtung, Wandel durch Konflikt. David Hilchens literarisches Erbe

Māra Grudule (Rīga)
Geplanter Wandel. Der Deutschbalte Christophor Fürecker als Reformator lettischer Poesie

Sonntag, 27. Mai 2018, 9.30 – 13 Uhr

Heinrich Bosse (Freiburg/Br.)
Gebremster Wandel. ‚Lockere Öffentlichkeiten‘ im 18. Jahrhundert

Hans Graubner (Göttingen)
Wandlungsimpulse zwischen Anpassung und Widerstand. Königsberger Aufklärer in Livland (Hamann, Lindner, Herder)

Thomas Taterka (Wismar)
Wandel durch Aufklärung. „Deutsche“ Aufklärung und „undeutsche“ Volksaufklärung im 18. und 19. Jahrhundert

Liina Lukas (Tartu)
Wandel durch Alterität. Die Entwicklung der der deutschbaltischen Lyrik im 19. Jahrhundert

Der LIT Verlag präsentiert sein Fachprogramm und wünscht allen Teinehmerinnen und Teilnehmern eine ertragreiche Zeit!